Internationales Team aus Studierenden verhilft EMR-Bid-Book zu noch mehr Überzeugungskraft
Bei den Vorbereitungen für die Bewerbung der Euregio Maas-Rhein um das Einstein Teleskop hat das Bid-Book-Team kürzlich zusätzliche Unterstützung erhalten. Sechs Masterstudierende des PREMIUM-Excellence-Programms der Universität Maastricht untersuchen, wie das EMR-Bid-Book möglichst überzeugend präsentiert werden kann. Ihre internationale und multidisziplinäre Perspektive soll dazu beitragen, die Schlüsselargumente und die einzigartigen Qualitäten der EMR-Bewerbung noch besser herauszuarbeiten.
Die Masterstudierenden kommen von den Philippinen, aus Italien, aus Luxemburg, zwei Studierende kommen aus den Niederlanden und einer aus der Türkei. Ihre Aufgabe ist es, das EMR-Bid-Book mit den Vorzügen der anderen Bewerberstandorte zu vergleichen. Am Ende des Prozesses ergibt sich eine Reihe von Empfehlungen, die das EMR-Bid-Book noch überzeugender machen.
Projekt mit großer Wirkung
Für die Studierenden ist das Projekt eine besondere Erfahrung. „Die Wirkung dieses Projekts ist viel größer als bei anderen Projekten, die ich während meines Studiums durchführen kann“, sagt Jules Terrens aus Luxemburg. Der Student des Masterstudiengangs International Business mit Schwerpunkt Strategie und Innovation findet vor allem der praktische Nutzen dieser Aufgabe spannend: „Viele Projekte bleiben eher theoretisch und haben nur interne Auswirkungen auf die Organisation. Dieses Projekt kann wirklich Einfluss auf die Zukunft einer ganzen Region haben. Das macht es besonders.“
Guusje van Ravenstein aus den Niederlanden, Studentin des Masterstudiengangs International Law mit Spezialisierung auf International Trade and Investment Law und European Business Law, sieht ebenfalls die einzigartige Dimension des Projekts. „In meinem Studium geht es viel um internationale Zusammenarbeit und Politik, und das alles kommt hier zusammen. Gleichzeitig hat das Projekt auch lokale Auswirkungen auf das tägliche Leben in der Region. Das macht es besonders interessant.“


Mehr Überzeugungskraft durch Vergleiche
Das Team analysiert, wie die Bewerbung der Euregio sich im Vergleich zu anderen möglichen Standorten für das Einstein Teleskop in Sachsen und im italienischen Sardinien verhält. Dabei betrachten sie verschiedene Punkte, wie z. B. die Kommunikationsstrategie, die regionalen Aktivitäten, die internationale Unterstützung und die öffentliche Meinung. Auf der Grundlage dieser Analyse formulieren die Studierenden Empfehlungen, um die Geschichte und die einzigartigen Qualitäten der EMR-Bewerbung noch deutlicher zu machen. „Es geht also nicht um eine Wettbewerbsanalyse“, erklärt Guusje. „Wir vergleichen vor allem die verschiedenen Standorte. Ausgehend von diesem Vergleich prüfen wir, wie die Vorzüge der Euregio noch besser herausgestellt werden können.“
Internationale Perspektive
Die internationale Zusammensetzung des Studierendenteams erweist sich dabei als Vorteil. Die italienische Studentin Gaja Ghiringhelli zum Beispiel bringt wertvolles Wissen über den italienischen Kontext mit und hilft dem Team, die Informationen und Entwicklungen rund um die italienische Bewerbung besser zu interpretieren. Diese unterschiedlichen Hintergründe und Studienbereiche ermöglichen es dem Team, das Projekt aus mehreren Perspektiven zu analysieren. „Es ist genau diese Kombination von Disziplinen und Perspektiven, die die Studie stärkt“, sagt Guusje. „Jeder betrachtet das Bid Book aus der Perspektive seines eigenen Studiums und Hintergrunds.“
Rollen innerhalb des Teams
Die sechs Studierenden arbeiten aus verschiedenen Fachbereichen heraus zusammen am Projekt. Jedes Teammitglied hat dabei seine eigene Rolle. So hält Jules den Kontakt mit dem Bid-Book-Team aufrecht und fungiert als Ansprechpartner für den Auftraggeber. Guusje überwacht die Projektplanung und arbeitete den Projektplan aus. Gaja Ghiringhelli sorgt für Struktur innerhalb des Teams, indem sie Sitzungen protokolliert und Aktionspunkte sammelt. Julie Schollaart verwaltet die gemeinsamen Dokumente und überwacht die Versionskontrolle, während Rainier Ambrocio die Instagram-Seite des PREMIUM-Programms mit Updates versorgt. So können andere Studierende den Fortschritt des Projekts verfolgen. İlkhan Özcan konzentriert sich auf den Teamzusammenhalt und fördert die Kooperation sowie das Engagement innerhalb des internationalen Studierendenteams.
Lernen durch Praxis
Das PREMIUM-Programm ist für seine strenge Auswahl bekannt. Die Studierenden nehmen neben dem Studium freiwillig daran teil, ohne Studienpunkte dafür zu erhalten. Der Schwerpunkt liegt darauf, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln. „Wir gehen diesen zusätzlichen Schritt gerne, da das Programm eine hervorragende Brücke zwischen unserem Studium und unserer zukünftigen Karriere schlägt“, erklärt Jules. Neben dem Projekt erhalten die Studierenden auch Unterstützung durch einen Mentor und einen Coach. Sie unterstützen das Team bei der Zusammenarbeit, bei der Planung und bei Fähigkeiten wie Präsentieren und Netzwerken.
Die eigene Studie der Studierenden ist in sechs Themen unterteilt, die von der Kommunikationsstrategie über die Nachhaltigkeit bis hin zu regionalen Besonderheiten reichen. „Es ist ein komplexes Projekt“, sagt Jules. „Deshalb war es wichtig, zunächst einmal zu verstehen, wie die Organisation funktioniert und was von uns erwartet wird. Nachdem dies nun deutlich ist, können wir mit der Studie beginnen.“
Fortschritt
Die Zusammenarbeit mit dem Bid-Book-Team verläuft nach Aussage der Studierenden reibungslos. „Wir wurden sehr herzlich empfangen und erhielten viel Unterstützung bei der Vorbereitung der Studie“, sagt Guusje. „Das hilft enorm, um schnelle Fortschritte zu erzielen.“ Das Team liegt sogar vor dem Zeitplan. Mitte März werden die Studierenden ihre ersten Zwischenergebnisse präsentieren. Die endgültigen Empfehlungen werden Ende Mai folgen.
„Es ist ein gutes Gefühl, einen Beitrag zu einem so sinnvollen Projekt zu leisten“, sagt Jules. „Sollte das Einstein Teleskop dann tatsächlich in diese Region kommt, ist es etwas ganz Besonderes zu wissen, dass wir ein kleiner Teil davon sein durften.“



