Die flämische Roadshow „Einstein Telescope” macht weiter in Antwerpen
Nach einem erfolgreichen Start in Hasselt macht die flämische Einstein-Teleskop-Roadshow bald Halt in Antwerpen, gefolgt von weiteren Städten. Das Konzept bleibt unverändert: eine Kombination aus Ausstellung, öffentlichen Aktivitäten und Workshops für Schüler. Ziel ist es, das Einstein-Teleskop in ganz Flandern bekannter zu machen. Und zu zeigen, dass das Projekt nicht nur wissenschaftliche, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen haben wird.
„Goesting” und Stolz in Hasselt
Für den Wissenschaftsjournalisten Daniel Mayerson, der eng in die Organisation der Roadshow involviert ist, war die erste Ausgabe in Hasselt vor allem eine Bestätigung für die Begeisterung rund um das Projekt. „Was ich aus Hasselt mitnehme, ist, dass die Begeisterung wirklich da ist. An den Universitäten spürt man einen aufrichtigen Stolz, an einem Projekt wie dem Einstein-Teleskop beteiligt zu sein. Sie möchten gerne zeigen, woran sie arbeiten und wie ihre Forschung zu etwas beiträgt, das auch international von Bedeutung ist.”
Dieses Engagement bemerkte er nicht nur bei den Forschern selbst, sondern auch beim breiten Publikum. „Die Besucher zeigen großes Interesse an der Geschichte hinter dem Einstein-Teleskop. Nicht nur daran, wie wir so weit wie möglich in das Universum blicken wollen, sondern auch daran, wie dies zu neuen Technologien führt und was das für unsere Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten kann.“

Von Hasselt lernen
Die Ausgabe in Hasselt bot ein breites Programm mit zahlreichen Aktivitäten, die sich über mehrere Tage erstreckten. „Daraus lässt sich auch eine Lehre für die nächsten Stationen ziehen“, sagt Daniel Mayerson. „Wir haben festgestellt, dass das große Angebot manchmal etwas überwältigend war. Die Besucher sahen vor lauter Bäumen manchmal den Wald nicht mehr. Für die nächsten Städte werden wir prüfen, wie wir uns stärker auf einige klar sichtbare Aktivitäten konzentrieren können.“
Die Zusammenarbeit mit den Universitäten bezeichnet er als entscheidend. „Ohne ihr Engagement wäre die Roadshow nicht möglich. Trotz ihrer vollen Terminkalender waren die Forscher und Wissenschaftskommunikationshelden in Hasselt bereit, sich voll einzusetzen und das Projekt so breit wie möglich zu gestalten. Das ist wirklich etwas, das man schätzen sollte.“
Programm Antwerpen
In Antwerpen schließt sich die Einstein-Teleskop-Roadshow dem jährlichen Campusclub der Universität Antwerpen auf dem Campus Groenenborger am 2. und 3. Februar an. Schüler nehmen an vier halben Tagen voller Workshops und Vorträge teil. „Wir wissen aus Erfahrung, dass Schulen, Lehrer und Schüler sich sehr darauf freuen. Das Interesse an bahnbrechender wissenschaftlicher Forschung ist groß, insbesondere wenn sie so greifbar und ambitioniert ist wie das Einstein-Teleskop.“
Debatte ‘Eos Grijze Cellen‘
Am Montagabend, dem 2. Februar, findet außerdem eine Debatte von Eos Grijze Cellen statt. Unter der Leitung eines Journalisten der Wissenschaftszeitschrift Eos diskutieren Hans Plets (CEO von ET-Flandern) und Professor Nick van Remortel von der Universität Antwerpen über die Frage: Warum braucht unser Land ein Einstein-Teleskop? Beide sind von Anfang an beteiligt und diskutieren das Projekt aus wissenschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Perspektive. Die Debatte ist für alle zugänglich. Reservieren Sie Ihren Platz, indem Sie sich im Voraus anmelden.
Ausstellung Einstein-Teleskop
Während der Frühjahrsferien ist die Ausstellung für alle kostenlos auf dem Stadscampus der Universität Antwerpen zu besuchen. Die Ausstellung ist am Samstag, 14., Montag, 16., Dienstag, 17. und Mittwoch, 18. Februar von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Jeden Tag um 14:00 und 16:00 Uhr gibt es eine kurze wissenschaftliche Einführung durch Professor Hans van Haevermaet von der Universität Antwerpen. Das vollständige Programm der Ausstellung finden Sie auf der Website der Universität Antwerpen.
Jugendliche inspirieren
Daniel Mayerson genießt vor allem die Momente, in denen junge Menschen das Projekt kennenlernen. „Meine persönliche Motivation ist es, die Faszination für die Wissenschaft zu vermitteln – insbesondere bei jungen Menschen. Das Einstein-Teleskop regt die Fantasie an, ist aber gleichzeitig auch etwas, an dem sie später selbst mitarbeiten können. Es ist ihre Zukunft.“
Auch der Beitrag von Professor Nick van Remortel verspricht interessant zu werden. „Er begann seine Karriere als Teilchenphysiker und wechselte kürzlich in die Welt der Gravitationswellen. Zusammen mit dem belgischen Unternehmen Werkhuizen Hengelhoef ist er einer der Initiatoren des Projekts Beampipes4ET, das untersucht, wie die kilometerlangen Vakuumröhren des Einstein-Teleskops unterirdisch gebaut werden können. Eine Innovation, die für das Budget und die Realisierbarkeit des Projekts von großer Bedeutung sein kann.“

Wann ist die Roadshow erfolgreich?
Für Daniel Mayerson sind Zahlen nicht das wichtigste Kriterium. „Man kann nicht einfach sagen: ‚Wenn so viele Besucher kommen, ist es erfolgreich‘. Natürlich wollen wir Menschen erreichen, aber für mich zählt vor allem, dass die Besucher erkennen: Dieses Projekt ist auch für uns da. In Belgisch-Limburg ist diese Botschaft bereits voll und ganz angekommen. Mit der Roadshow wollen wir auch in anderen Teilen Flanderns deutlich machen, dass das Einstein-Teleskop ein Projekt von und für uns alle ist.”



