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Niederländischer Minister und Unterstützer des Einstein Teleskops

Während ich dies am 18. Februar schreibe, wird mir wieder einmal bewusst, dass sich mein Leben derzeit wie eine Achterbahnfahrt anfühlt: Vor einer Woche habe ich angekündigt, als CEO des Einstein Teleskops NL zurückzutreten und damit auch als Vorsitzender der Taskforce aller staatlichen Partner unserer gemeinsamen ET-Bewerbung. Warum? Weil ich Minister werde. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Kolumne bin ich nun seit drei Wochen als Minister für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit in der neuen niederländischen Regierung im Amt.

Ich habe es schon öfter erklärt: Es ist ein zwiespältiges Gefühl. Natürlich fühle ich mich sehr geehrt und ich bin stolz darauf, dass man mich gebeten hat, Minister zu werden. Als ich gefragt wurde, musste ich nicht lange überlegen, um zuzusagen. Ich bin hochmotiviert, meine neue Rolle bestmöglich auszuführen. 

Dieses zwiespältige Gefühl rührt daher, dass ich es besonders schade finde, dieses wunderbare Projekt und unsere Zusammenarbeit verlassen zu müssen. Ich stelle fest, dass es eigentlich noch zu früh ist, sich von allem und jedem rund um das Einstein Teleskop zu verabschieden. Gerade jetzt, im entscheidenden Jahr, in dem die Machbarkeitsphase endet und unser Bid Book das Licht der Welt erblicken wird.

Im vergangenen Jahr habe ich aus nächster Nähe miterlebt, wie alle ihr Bestes geben, um das Einstein Teleskop in das Grenzgebiet unserer Länder zu bringen. Und ich habe gesehen, wie engagiert und professionell unsere Mitarbeitenden sind – selbst wenn es mal etwas schwieriger wird. Diese Einstellung wird auch außerhalb des Projekts Einstein Teleskop respektiert, wie ich festgestellt habe.

Also ja, ich bin beeindruckt davon, wie wir gemeinsam als Niederlande, Belgien und Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einer sehr überzeugenden Bewerbung sind. Als ehemaliger Diplomat weiß ich, dass Kooperation nicht immer selbstverständlich ist. Unsere Zusammenarbeit führt dazu, dass wir noch enger zusammenwachsen, wodurch unsere Geschichte und unser Profil nur noch besser und stärker werden. Das Sprichwort ist wahr: Allein kommt man (vielleicht) schneller voran, aber gemeinsam kommt man weiter!

Mit diesem Geist wird es uns sicher gelingen, das Einstein Teleskop in unsere Euregio zu bringen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch (die Bundesrepublik) Deutschland davon überzeugt ist, dass die Unterstützung unserer Bewerbung die beste Wahl für „Berlin“ sein wird.

Es ist wichtig und gut zu sehen, dass nach meinem Ausscheiden schnell gehandelt wurde und Hans Plets nun den Vorsitz der Taskforce übernimmt. Mit seinem wissenschaftlichen Hintergrund und seinem Wissen, seiner Erfahrung im Leitungsteam des Projektbüros und als CEO der flämischen ET-Organisation kann ich mich nur freuen, dass Hans die Taskforce leiten wird.

Abschließend: Ich bin überzeugt, dass unsere drei Länder gemeinsam dieses Teleskop hierherholen werden. Ich bin zwar nicht mehr CEO von ET-NL oder Vorsitzender der EMR-Taskforce, aber ich werde einer der enthusiastischsten Unterstützer des Einstein Teleskops in der Grenzregion zwischen Maastricht, Lüttich und Aachen sein. Darauf können Sie sich verlassen. 

Bis Anfang Februar war Sjoerd Sjoerdsma CEO der niederländischen Einstein-Teleskop-Organisation (ET NL) und gleichzeitig Vorsitzender der Taskforce aller staatlichen Partner der Bewerbung in der Euregio Maas-Rhein.

Am Montag, dem 23. Februar, trat Sjoerd sein Amt als Minister für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit in der neuen niederländischen Regierung an.             

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