700 Geophone messen seismisches Rauschen in 30 Gemeinden der Euregio Maas-Rhein
Im Auftrag des Projektbüros Einstein Telescope wird ab Ende Mai in 30 Gemeinden der Euregio Maas-Rhein eine sogenannte seismische Rauschuntersuchung beginnen. Diese ist erforderlich, um zu erfassen, inwieweit seismisches Störungen, beispielsweise von Autobahnen oder anderen Erschütterungen aus der Umgebung, in den tieferen Boden eindringen.
Um dies zu messen, werden vorübergehend etwa 700 Rauschmessgeräte (Geophone) aufgestellt. Diese Messungen, auch passive Seismik genannt, dauern einige Wochen. Danach werden die Geophone wieder abgeholt.
Diese seismischen Untersuchungen sind sowohl auf öffentlichen (kommunalen) als auch auf privaten Grundstücken geplant. Mit den meisten Grundstückseigentümern wurden diesbezüglich bereits im vergangenen Jahr Vereinbarungen getroffen. Die Gemeinden wurden oder werden informiert. Die Untersuchung wird von der RWTH Aachen, Universität Lüttich und dem Königlich-Niederländischen Meteorologischen Institut (KNMI) durchgeführt.
Warum diese Rauschuntersuchung?
Diese passive Seismik ist Teil einer Untersuchung zur Machbarkeit des Einstein-Teleskops. Wir hoffen, das Einstein-Teleskop im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland in einer Tiefe von 250 bis 300 Metern unter der Erde errichten zu können. Die genauen Standorte für die drei unterirdischen Eckpunkte dieses Teleskops sind noch nicht bekannt. Um diese Standorte zu bestimmen, führen wir auch in diesem Jahr noch auf vielfältige Weise Untersuchungen durch. Vielleicht haben Sie beispielsweise von den Bodenbohrungen gehört oder gelesen, mit denen die Stabilität des Bodens ermittelt werden soll.
Wie sieht die Untersuchung aus?
Bei der Rauschuntersuchung geht es um die Messung von seismischem Rauschen. Wir wollen im Mai an 700 Standorten in 30 Gemeinden in der Euregio vorübergehend Geophone aufstellen. Das sind kleine Seismometer, die Umgebungsrauschen aus oberirdischen Aktivitäten, wie Industrie oder Verkehr, registrieren. Eine solche Messung dauert durchschnittlich vier Wochen. Auch im Jahr 2024 haben wir eine solche Kampagne durchgeführt.
Nachdem die Geophone nach einigen Wochen wieder abgeholt wurden, werden die Messergebnisse analysiert. Dabei geht es um die Auswirkungen von Schwingungen (Rauschen) vom Standort der Geophone im Vergleich zu dem Standort, an dem zuvor eine der früheren Tiefenbohrungen durchgeführt wurde.
Passive seismische Untersuchungen verursachen keine Beeinträchtigungen. Es sind keine Straßensperrungen oder andere verkehrstechnische Maßnahmen erforderlich.
Das Geophon
Das Geophon ist eine kleine, dichte Kunststoffbox von 10 x 10 Zentimetern mit einem eingebauten Rauschmesser. Das Gerät macht keine Geräusche und sendet keine Signale aus. An der Oberseite befindet sich ein sehr schwaches LED-Licht, das anzeigt, ob das Geophon in Betrieb ist. Wir vergraben die Geophone etwa 15 Zentimeter tief im Boden und holen sie nach drei bis vier Wochen wieder heraus, um das Loch im Boden wieder zu verschließen. Die Nutzung des Geländes wird während dieser Wochen nicht beeinträchtigt. Die Auswirkungen sind praktisch gleich null.

Meer seismisch onderzoek
Weitere seismische Untersuchungen
Nach Abschluss dieser seismischen Kampagne sind im Laufe des Jahres noch zwei weitere seismische Untersuchungen geplant. Behalten Sie diese Website im Auge, um die Termine für diese Untersuchungen zu erfahren.


