Ausbau von ETpathfinder zu einem ständigen europäischen Forschungszentrum
Mit dem Ausbau von ETpathfinder wird die Universität Maastricht zum ständigen europäischen Zentrum für die Validierung und Integration von Technologien, die für die Detektion von niederfrequenten Gravitationswellen unerlässlich sind. Teil dieses Ausbauplans ist der Bau von zwei Gebäuden und Reinräumen, die groß genug sind, um ET-Türme in Originalgröße unterzubringen.
Der Bau dieser ET-LFC kostet 52 Millionen Euro. In einem Schreiben an das niederländische Parlament teilt die niederländische Regierung mit, dass das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (OCW) 25 Millionen Euro zu diesem Betrag beisteuern wird. Vor einigen Wochen hatte die Provinz Limburg (NL) bereits angekündigt, vier Millionen Euro für eine Entwurfsstudie der ET-LFC bereitzustellen.
Diese Schritte für den ETpathfinder stärken natürlich auch die Kandidatur für das Einstein-Teleskop in der Maas-Rhein-Euroregion.
Türme
Gravitationswellensignale mit niedrigeren Frequenzen sind von großer Bedeutung, da sie es uns ermöglichen, viel tiefer in das Universum zu blicken, als es aktuelle Detektoren wie LIGO und Virgo zulassen.
Diese Turme in Originalgröße, 12 Meter hoch, werden in zwei neuen Gebäuden untergebracht, die mit dem aktuellen ETpathfinder verbunden sind. Die Erweiterung erhielt den Namen: Einstein Telescope Low Frequency Development, Integration and Training Centre, kurz ET-LFC.

Baubeginn im Jahr 2027
Professor für Gravitationsphysik Stefan Hild, der das ETpathfinder-Team leitet, erklärt, dass dieser Plan dank der Zusammenarbeit mit einer Vielzahl führender Forschungsinstitute aus ganz Europa realisierbar sein dürfte. Er hofft, dass der Bau im Jahr 2027 beginnen kann.
Der ETpathfinder in Maastricht ist das Forschungslabor in einem Reinraum, in dem Technologien für das Einstein-Teleskop getestet und verbessert werden. Die derzeitigen sechs Türme des ETpathfinders sind Prototypen, die kleiner sind als die Türme, die bald an den drei Ecken des unterirdischen Einstein-Teleskops errichtet werden sollen. Durch den Bau einiger Türme in Originalgröße im neuen ET-LFC lässt sich ein vierfacher Vorteil für das ET erzielen:
- Integration und Validierung der ET-Niederfrequenztechnologie in einem System, das den Anforderungen und Bedingungen des Einstein-Teleskops selbst so weit wie möglich entspricht;
- Entwicklung und Validierung von Installations- und Wartungsverfahren
- Entwicklung und Validierung von Qualitätskontrollverfahren
- ·Schulung des Personals und Entwicklung von Kompetenzen


