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Deutsches und niederländisches Unternehmen entwickeln mit Fördermitteln Technologie für das Einstein-Teleskop

Die deutsche Microwave Photonics GmbH aus Duisburg und das niederländische Unternehmen Sabratha aus Enschede werden gemeinsam ein System entwickeln, mit dem hochpräzise Signale über Glasfaser übertragen werden können. Die Technologie ist für das künftige Einstein-Teleskop vorgesehen. Ihr Projekt REFLOW erhält hierfür als erstes eine Förderung in Höhe von 75.000 Euro aus dem Interreg-Programm COMET (CoMaking the Einstein Telescope).

Von grenzüberschreitendem Ehrgeiz zur Zusammenarbeit

Am 9. Juli wurde beim Kick-off des REFLOW-Konsortiums die erste COMET-Förderung offiziell bewilligt. Das Projekt erhält die Förderung, um die gemeinsame Technologie weiterzuentwickeln und zu testen.

COMET fördert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Niederlanden und Deutschland im Hinblick auf die technologischen Herausforderungen des Einstein-Teleskops. Das Programm bringt Akteure über die Grenze hinweg miteinander in Kontakt und unterstützt neue Kooperationen unter anderem durch Matchmaking, Workshops und Fördermittel.

REFLOW ist das erste Projekt, das diesen Schritt nun tatsächlich vollzieht. Die Microwave Photonics GmbH und Sabratha verfügen jeweils über das für das neue System erforderliche Fachwissen. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen können sie gemeinsam eine technologische Herausforderung angehen, die für ein einzelnes Unternehmen allein viel schwieriger zu bewältigen wäre.

Signale so präzise wie möglich übertragen

Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam an einem System, mit dem Signale über große Entfernungen äußerst präzise über Glasfaser übertragen werden können. Die Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass das Signal unterwegs so stabil wie möglich bleibt. Das ist für das Einstein-Teleskop wichtig, da die verschiedenen Komponenten des zukünftigen Detektors äußerst präzise zusammenarbeiten müssen.

Dabei ergänzen sich die Unternehmen gegenseitig. Microwave Photonics verfügt über umfangreiche Erfahrung mit der zuverlässigen Übertragung von Signalen über Glasfaser. Sabratha entwickelt spezielle photonische Chips, die elektrische Signale in Licht umwandeln können. Im Rahmen von REFLOW vereinen sie beide Technologien in einem System, von dem sie anschließend einen Prototyp bauen und testen.

RF-over-Fiber (RFoF) von Microwave Photonics

Gründer und CEO Andreas Stöhr sieht in REFLOW eine Chance, die Technologie von Microwave Photonics weiterzuentwickeln.

„Für Microwave Photonics hilft uns diese Förderung dabei, RF-over-Fiber-Lösungen für die Übertragung synchronisierter HF-Signale mit hervorragender Phasenstabilität über lange Glasfaserverbindungen weiterzuentwickeln.“

Zusammenarbeit mit europäischen Partnern

Für Steven Ye, Mitbegründer und CTO von Sabratha, ist gerade diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein wichtiger Bestandteil des Projekts.

„Diese Förderung ist ein wichtiger Meilenstein für Sabratha. Das Projekt ermöglicht es uns, unsere Technologie in einem sehr anspruchsvollen Anwendungsfall zu validieren und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern zu stärken. Gemeinsam können wir Herausforderungen angehen, die keines der beiden Unternehmen für sich allein so effektiv lösen könnte.“

Photonischer Chip von Sabratha

Genau diese Zusammenarbeit möchte COMET fördern. Für die Entwicklung des Einstein-Teleskops sind Innovationen in verschiedenen technologischen Bereichen erforderlich. Das bietet spezialisierten Unternehmen die Chance, ihr Wissen einzubringen, neue Produkte zu entwickeln und internationale Partnerschaften aufzubauen. Die dafür entwickelte Technologie kann zudem später auch für andere Anwendungen von Interesse sein.

Weitere Kooperationen folgen

Mit dem Start von REFLOW wird das Ziel von COMET erstmals greifbar: Ein deutsches und ein niederländisches Unternehmen bündeln ihr Wissen, um gemeinsam Technologie für das Einstein-Teleskop zu entwickeln. Damit zeigt REFLOW, wie das Einstein-Teleskop nicht nur Wissenschaft und Technologie voranbringen, sondern auch neue Verbindungen zwischen Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze schaffen kann.

Testen auch Sie Ihre Idee!

REFLOW ist das erste Projekt, das im Rahmen des COMET-Programms gefördert wird, doch das Programm sucht nach weiteren niederländischen und deutschen KMU sowie Forschungseinrichtungen, die gemeinsam an technologischen Lösungen arbeiten möchten. Das Programmgebiet umfasst in den Niederlanden die Provinzen Groningen, Drenthe, Overijssel, Gelderland, Nordbrabant und Limburg sowie in Deutschland die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Möchten Sie mehr erfahren oder selbst eine Projektidee einreichen? Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Programmgebiet können ihre Idee unverbindlich über die COMET-Website testen oder sich unter info@comet-interreg.eu melden.

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