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Euregio Maas-Rhein: „Strukturelle Veränderungen gemeinsam mutig angehen“

Am 9. April fand in Berlin ein Parlamentarischer Tag statt. Dabei diskutierten Vertreter:innen der Region Aachen und der Euregio Maas-Rhein die Herausforderungen einer Grenzregion und die Möglichkeiten, die das Einstein-Teleskop für die Region bietet, mit Abgeordneten und geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung. Die Euregio Maas-Rhein ist eine der am besten vernetzten Grenzregionen Europas. Seit Jahrzehnten wird auf verschiedenen Ebenen zusammengearbeitet und die Euregio gemeinsam entwickelt.

In Berlin diskutierten Vertreter:innen der Region Aachen und der Euregio Maas-Rhein mit Mitgliedern des Bundestages und geladenen Gästen die Herausforderungen und vor allem die vielen Möglichkeiten einer Grenzregion. Die Veranstaltung wurde vom Zweckverband der Region Aachen und der EGTS (Europäische Gruppierung der territorialen Zusammenarbeit) Euregio Maas-Rhein organisiert.

Das Gespräch während des „Parlamentarischen Nachmittags“ drehte sich unter anderem um die Herausforderungen, die das Ende des Steinkohleabbaus mit sich bringt. „Die Euregio Maas-Rhein hat beste Voraussetzungen für den strukturellen Wandel dank ihrer hervorragenden grenzüberschreitenden Netzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft. Es ist wichtig, dass wir die bewerteten Zukunftsprojekte gemeinsam mutig angehen“, sagte Tim Grüttemeier, stellvertretender Vorsitzender der Aktionärsversammlung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Ratsmitglied der StädteRegion Aachen.

Chancen

Eines dieser wichtigen Projekte ist das Einstein-Teleskop, bei dem Grüttemeier nicht der Einzige ist, der hofft, dass es Teil der Lösung werden kann. Neben den hervorragenden wissenschaftlichen Aspekten ist das Teleskop auch ein wirtschaftliches Megaprojekt, das in den nächsten 50 Jahren, einschließlich Bau, 1500 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen kann. „Eine Chance, die die Euregio nicht verpassen darf“, sagt Thomas Wilk, Landrat des Regierungsbezirks Köln, Vorsitzender des Zweckverbands der Region Aachen und Vorstandsmitglied der EGTS Euregio Maas-Rhein. Für eine erfolgreiche Realisierung ist jedoch auch die Unterstützung auf Bundesebene notwendig.

Der darauf folgende „Parlamentarische Abend“ wurde unter dem Motto „Barrieren abbauen, um das tägliche grenzüberschreitende Leben zu erleichtern“ organisiert. Obwohl das grenzüberschreitende Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben für viele der vier Millionen Einwohner:innen der Euregio Maas-Rhein ein normaler Teil des täglichen Lebens ist, wird es durch administrative Hindernisse erschwert. Nationale Regeln und Gesetze sind nicht auf Grenzregionen abgestimmt. Grund genug, die grenzüberschreitenden Herausforderungen ausführlich in Berlin zu diskutieren.

Neue Dimensionen

„30 Prozent der Einwohner:innen Europas leben in Grenzgebieten. Wenn es uns gelingt, das Einstein-Teleskop in die Euregio Maas-Rhein zu holen, wird diese Art der euregionalen Zusammenarbeit neue Dimensionen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa eröffnen“, betont Emile Roemer, Vorsitzender der EGTS Euregio Maas-Rhein und Kommissar des Königs in der niederländischen Provinz Limburg.

Das Einstein-Teleskop ist ein Konzept für einen europäischen Gravitationswellendetektor der sogenannten dritten Generation, der etwa zehnmal empfindlicher sein wird als die aktuellen Instrumente. Es wird einen tausendmal größeren Bereich des Universums auf der Suche nach Gravitationswellen analysieren und Quellen entdecken können, für die die aktuellen Instrumente nicht empfindlich genug sind.

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