Flandern bringt mit der Ausstellung „ET ECHO“ Wissenschaft und Wirtschaft zusammen
Mit „ET ECHO“ auf dem Corda Campus im belgischen Hasselt bringen ET-Vlaanderen und POM Limburg Wissenschaft, Technologie und Unternehmertum zusammen. Die interaktive Ausstellung zeigt, welche Innovationschancen das Einstein-Teleskop für Unternehmen bietet, und ist zugleich ein inspirierender Treffpunkt für internationale Begegnungen. Bei der Eröffnung am 2. Juni konnten Dutzende von Unternehmen diese Möglichkeiten bereits aus nächster Nähe kennenlernen.
Wo Wissenschaft und Innovation aufeinandertreffen
Wer die Ausstellung betritt, erfährt die Geschichte hinter dem Einstein-Teleskop: einem der ehrgeizigsten wissenschaftlichen Projekte Europas. Die interaktive und zweisprachige (Niederländisch und Englisch) Ausstellung zeigt, wie Forscher daran arbeiten, Gravitationswellen nachzuweisen, und welche technologischen Herausforderungen damit verbunden sind. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die Botschaft an Unternehmer: Die Technologien, die für das Einstein-Teleskop entwickelt werden, eröffnen Unternehmen bereits heute neue Chancen.
Die Ausstellung überführt komplexe wissenschaftliche Fragestellungen in greifbare Innovationschancen, unter anderem in den Bereichen Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, Werkstoffe, Energie, Geologie und Präzisionstechnik. Damit richtet sich ET ECHO ausdrücklich an Unternehmen, Forschungseinrichtungen, internationale Delegationen und politische Entscheidungsträger.



Mehr als nur eine Ausstellung
ET ECHO ist nicht nur ein Ort, an dem man etwas über das Einstein-Teleskop erfahren kann. Der Standort ist zudem als Begegnungsort konzipiert, an dem sich Unternehmen, Organisationen und internationale Delegationen treffen können.
Dank ihrer zentralen Lage auf dem Corda Campus in Hasselt bietet die Ausstellung ein inspirierendes Umfeld für Netzwerkevents, Workshops, Empfänge und Firmenveranstaltungen. Besucher erhalten nicht nur Zugang zur Ausstellung, sondern können ihre Gäste auch mit auf die Reise durch ein europäisches Forschungsprojekt nehmen, das die Innovation in der Region vorantreibt.
Diese Kombination aus Inhalt, Erlebnis und Begegnung war auch während der Eröffnung zu spüren, bei der zahlreiche Unternehmer und Wirtschaftsvertreter anwesend waren.
Technologie sichtbar machen
Für Jef Hoste von Werkhuizen Genk liegt ein wichtiger Mehrwert der Ausstellung in der Art und Weise, wie komplexe Technologie verständlich gemacht wird.
„Die Visualisierung ist besonders stark“, erzählt er. „Mit Bildern, Film und Präsentationsmaterial wird schwieriger Stoff klar vermittelt. Menschen verstehen Technologie viel besser, wenn sie diese sehen und erleben können.“
Werkhuizen Genk arbeitet im Rahmen des Projekts BeamPipes4ET bereits gemeinsam mit mehreren Unternehmen an der technologischen Entwicklung im Bereich der Vakuumröhren für das Einstein-Teleskop. Laut Jef Hoste bietet die Ausstellung einen idealen Rahmen, um Kunden, Partner und internationale Delegationen zu empfangen und ihnen konkret zu zeigen, worum es bei dem Projekt geht.
Neue Partnerschaften
Auch andere Anwesende sahen Chancen für neue Kontakte und Partnerschaften.
Alain Verheyden vom flämischen Technologieunternehmen e-BO Enterprises betont, dass Innovationen immer häufiger an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen entstehen. Seiner Meinung nach gewinnen Systemintegration, Daten und digitale Unterstützung immer mehr an Bedeutung. Während der Eröffnung knüpfte er bereits erste Kontakte mit Vertretern von POM Limburg, um zu erkunden, wie sein Unternehmen sich in zukünftige Entwicklungen rund um das Einstein-Teleskop einbringen kann.
Für Myriam Schepers vom belgischen Automatisierungsunternehmen Boolean liegt die Stärke von ET ECHO vor allem darin, Technologie zugänglich zu machen. „Wenn Unternehmen verstehen, worum es bei dem Projekt geht, verschwindet das Gefühl, dass es etwas ist, das sie nichts angeht“, sagt sie. „Diese Expo verringert den Abstand zwischen Forschung und Wirtschaft.”
Laut Myriam Schepers spielt dabei auch der Standort eine wichtige Rolle. Auf einem belebten Campus wie Corda spazieren Besucher fast wie von selbst herein und kommen so mit neuen Ideen und Kooperationsmöglichkeiten in Berührung.



Inspirierender Standort
Eric Michels von IBM Belgien sieht deutliche Berührungspunkte zwischen den Entwicklungen rund um das Einstein-Teleskop und Themen wie Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie. Besonders die Verknüpfung von wissenschaftlichem Ehrgeiz mit wirtschaftlicher Wirkung spricht ihn an. „Die Dynamik der Ausstellung ist deutlich spürbar“, sagt er. „Wissenschaftliche Aktivität und wirtschaftliche Chancen kommen hier auf schöne Weise zusammen.“ Für IBM ist der Standort jedenfalls inspirierend genug, um dort in Zukunft möglicherweise eine Veranstaltung zu organisieren.
Dieser Gedanke war während der Eröffnung allgemein präsent. Verschiedene anwesende Unternehmen erfuhren, wie die Verknüpfung von Technologie, Innovation mit Unternehmertum einen besonderen Rahmen für Veranstaltungen, Kundenempfänge und Netzwerktreffen schafft.
Auch für die nächste Generation
ET ECHO kann nicht nur dazu beitragen, Unternehmen einzubinden, sondern auch junge Menschen zu inspirieren. Das sieht auch Arjan van der Star, Dozent beim Lehrerausbildung für Geographie und STEM-Bildung der UCLL Hogeschool. Themen wie Geologie, Tunnelbau, Astronomie und Technologie bieten seiner Ansicht nach zahlreiche Anknüpfungspunkte, um junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. „Je besser die Menschen verstehen, was das Einstein-Teleskop ist und welche Auswirkungen das Projekt haben kann, desto größer wird auch der Rückhalt für das Vorhaben.“
Strategischer Begegnungsort
Der Eintritt zu ET ECHO ist an Werktagen kostenlos. Unternehmen und Organisationen, die eine Veranstaltung, einen Workshop oder ein Netzwerkevent organisieren möchten, können über die Website von ET ECHO eine Anfrage einreichen. Die interaktive Ausstellung bietet dabei einen einzigartigen Einblick in die Innovationsmöglichkeiten rund um das Einstein-Teleskop und sorgt für ein Erlebnis, das die Besucher so schnell nicht vergessen werden.



